Versicherungen, die jeder haben sollte

Schaut man sich einmal um oder befindet sich im Gespräch mit einem Versicherungsvertreter, dann gibt es unzählige Versicherungen für jede Lebenslage. Viele davon machen allerdings nur in speziellen Fällen Sinn: Wer kein Notebook hat, braucht keine spezielle Notebook-Versicherung, wer keinen Hund hat, braucht keine Hundehaftpflicht. Auch eine Hausratversicherung oder die Krankenhaustagegeldversicherung ist für junge Menschen in der Regel unnötig. Andere Versicherungen dagegen machen Sinn oder sind zumindest genauere Überlegungen wert. Besonders wichtige Punkte betreffen hier zum Beispiel die Absicherung im Krankenfall, die Altersversorgung oder auch die Absicherung für den Fall, dass der erlernte Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Prinzipiell unterscheidet man bei den sinnvollen und nötigen Versicherungen noch einmal zwischen der freiwilligen und der Pflichtversicherung. Krankenversicherung und Kfz-Versicherung fallen zum Beispiel unter die Pflichtversicherungen, ob man sich gegen Unfälle extra absichert oder eine private Haftpflichtversicherung abschließt, bleibt einem dagegen selbst überlassen.

Versicherungen, über die man als Berufsanfänger nachdenken kann, sind zum Beispiel eine private Krankenversicherung als Zusatzversicherung oder eine Lebensversicherung für die Absicherung im Alter. Auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die Bezüge auch dann gewährleistet, wenn man den erlernten Beruf aufgrund von Krankheit oder durch einen Unfall nicht mehr ausüben kann, macht Sinn. Die private Haftpflichtversicherung sollte ebenfalls nicht fehlen und mit einer Unfallversicherung ist man auch bei Unfällen in der Freizeit optimal abgesichert und versorgt.

Welche freiwilligen Versicherungen man zusätzlich zu den Pflichtversicherungen abschließt, ist zum Teil auch eine finanzielle Entscheidung. Als Berufsanfänger mit beschränktem Budget sollte man versuchen, die Waage zu halten: So wenig Versicherungen wie nötig, so viele wie möglich. Bei den meisten Abschlüssen ist es möglich, die Höhe der Beiträge nachträglich zu erhöhen. So kann man anfangs für eine Grundabsicherung sorgen. In dem Rahmen, in dem die finanziellen Möglichkeiten steigen, kann man dann auch die Beiträge und damit den Versicherungsschutz beziehungsweise das Maß der Absicherung erhöhen. Dabei ist es gleichzeitig wichtig, immer mehrere Angebote einzuholen und zu vergleichen. Denn die Beiträge der einzelnen Versicherungsgesellschaften weichen zum Teil stark voneinander ab. Der Vergleich ist manchmal schwierig, da sich mit den unterschiedlichen Beitragshöhen auch die angebotenen Leistungen ändern. Wer selbst mit der Auswahl des richtigen Anbieters überfordert ist, kann sich an einen Versicherungsvertreter seines Vertrauens wenden oder die Angebote per Internet-Abfrage vergleichen.

Neben den vertraglich zugesicherten Leistungen und der Beitragshöhe spielen auch die Laufzeiten der Verträge und das Verhalten bezüglich der Schadensregulierung eine Rolle. Auch hierzu sollte man eingehende Informationen einholen, bevor man sich für eine bestimmte Versicherungsgesellschaft entscheidet.